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Am 14. März war es mal wieder soweit: Das Casino Baden-Baden lud zu einem € 500,- Texas Hold’em No Limit Turnier. Nachdem ich die üblichen Vorbereitungen für eine lange Pokernacht getroffen hatte, machte ich mich gegen 16 Uhr von Stuttgart aus auf den Weg. Wer die Verkehrsverhältnisse auf der A8 kennt, wird sich nicht weiter wundern, wenn ich sage, dass ich für die 120 km mal wieder gute drei Stunden gebraucht habe. Diese Autobahn ist einfach furchtbar.

Ich hatte mich mit einem guten Freund im Casino zum Abendessen verabredet. Er reiste extra wegen dieses Turniers aus Brasilien an. Spieler wie wir treffen sich eben auf dem ganzen Planeten immer mal wieder bei einem Turnier. Zu meiner Freude konnte ich noch einige weitere Bekannte begrüßen, sodass die Zeit bis zum Turnierstart um 20.15 Uhr wie im Flug verging. In den ersten Stunden lief es bei mir recht gut. Die Karten stimmten und ich traf auch den Flop oft genug, um mich behaupten zu können und den Finaltisch zu erreichen.

Gegen 3 Uhr standen die letzten zehn Teilnehmer fest, ich hatte 45000 Chips und war zwar ziemlich shortstacked, aber immer noch guter Dinge. Leider nahm mein Chipstapel von da an kontinuierlich ab. Als ich bei 18000 gelandet war, wachte ich mit AQ auf und ging sofort all-in. Der BB bezahlte mit T6, und als wäre das nicht schon dreist genug, traf er auf dem Flop gleich zwei Paare! Beim BB handelte es sich um meinen guten Freund Peter Pavlic. Er schnappte sich meine Chips und ich schied als 9. mit einem Preisgeld von € 900,- aus.

Dieser Move zeigt, dass man hin und wieder auch mal ein All-in mit einer marginalen Hand callen kann, wenn man ein gutes Gefühl dabei hat. Letztlich sind gute Karten eben nicht die einzige Bedingung, um immer wieder den Finaltisch zu erreichen.

 

 
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