Auf meinem Plan stand eine ganze Reihe von Turnieren. Zunächst spielte ich beim 1500er No Limit Hold’em Event mit und beendete das Turnier als 1050. von 2800 Teilnehmern.
Tags darauf belegte ich im Golden Nugget den 3. Platz beim abendlichen No Limit Turnier, was mir $ 1060 einbrachte. Bei den Casino-Turnieren habe ich in diesem Jahr gut abgeschnitten. In mehr als der Hälfte meiner Turniere bin ich auch ins Geld gekommen, sodass ich von einer sehr gelungenen Reise sprechen kann. Pech hatte ich dann am 5. Juli, als ich mich in das 1500er Seven Card Stud Limit Event eingekauft hatte. Bei insgesamt 498 Teilnehmern schied ich als 80. aus. Bei Platz 63 begann die Gewinnzone. Vielleicht habe ich zu sehr auf Sicherheit gespielt. Mit diesem Stil scheidet man zwar nur selten früh aus einem Turnier aus, aber meistens reicht es eben auch nicht ganz nach vorne. Einerseits ist also risikoreicheres Spiel gefragt, andererseits möchte ich meinen Spielstil eigentlich nicht verändern.

Trotzdem war es ein tolles Gefühl, mal wieder intensiv zu spielen und den Alltag eine Weile hinter mir zu lassen. Für dieses Jahr sollte dies die letzte Pokerreise gewesen sein. Den Rest des Jahres konzentrierte ich mich wieder auf meine Arbeit, und davon gab es so viel, dass nur noch wenig Zeit für das Kartenspielen blieb.

Im September erhielt ich schließlich eine Einladung zur Everest Poker European Championship in Barcelona. Das war der Höhepunkt einer insgesamt sehr erfolgreichen Geschäftsbeziehung. Außerdem zog es mich in diesem Jahr noch zu den Party Poker German Open in London und zur Deutschen Pokermeisterschaft nach Berlin, wo ich zweimal kurz vor der Qualifikationshürde scheiterte. Na ja, es gibt schließlich immer ein nächstes Turnier …
 
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