In diesem Jahr begann eine außergewöhnliche Kooperation: Das Casino Baden-Baden arbeitete fest mit meiner GPPA (GPPA German Poker Players Association) zusammen. Normalerweise sind Spielbanken für solche Aktionen nicht zu haben. Baden-Baden machte jedoch eine Ausnahme, sodass ich dort im März das Baden-Badener Pokerfestival im Seven Card Stud veranstalten konnte. Außerdem fanden von da an jeden Sonntag die Poker Classics statt, Turniere für jedermann, der sich für das Spiel interessierte. Erstmals in Deutschland wurde hierbei das Freeze-out-Prinzip angewandt, das später viele Spielbanken und andere Veranstalter übernahmen.

In Wiesbaden führte ich gegen teilweise heftigen Widerstand nach dem Motto, „kein Mensch wird montags hierher kommen, um zu pokern“, die Montagsturniere ein. Sie laufen noch heute. Ich selbst stieg aus der Organisation wieder aus, als die Ämter den Entschluss fassten, auch die Entry Fees, aus denen ich bezahlt wurde, mit 90 % Steuer zu belegen.

Schon im Januar war ich nach Las Vegas gereist und hatte dort beim Four Queens Classic im gleichnamigen Hotel den fünften Platz belegt.

Meine Beziehungen zu Österreich blieben in der ganzen Zeit intensiv. Ende Oktober lud mich das Poker Card Casino Paradise in Hörbranz zu seiner Eröffnungsfeier ein.

Da ich mich stärker für die Belange von Poker in Deutschland engagieren wollte, um dem Spiel sein schmuddeliges Hinterzimmerimage zu nehmen, beschloss ich, eigens dafür eine Firma zu gründen. So entstand die German Poker Players Association GPPA, die heute als größter Veranstalter von Sachpreisturniere in Deutschland firmiert.

 
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