Im Januar nahm ich an den Four Queens Classics teil und ging zum ersten und letzten Mal auf einen Deal ein, den ein Freund von mir vorgeschlagen hatte: Jeder gibt von seinem Gewinn 20 % an den anderen ab. Er schied schnell aus, ich kam ins Geld und musste einige hundert Dollar abtreten, was mir damals gropé Magenschmerzen bereitete. Pokerspieler sind eben Egoisten.

Im April 1994 flog ich noch einmal nach Las Vegas, und der Besuch sollte sich als sehr erfolgreich erweisen. Ich ging in das legendäre Binion’s Horseshoe Casino und nahm dort an einem Turnier in der Variante Seven Card Stud teil und belegte bei 132 Teilnehmern den sechsten Platz. Damit war ich der erste Deutsche, dem es gelungen war, bei der WSOP an einen Finaltisch zu kommen. Das Preisgeld für diese Leistung betrug immerhin $ 13 400.
Später in diesem Jahr wurde Karla Eisinger Deutsche Meisterin im Seven Card Stud. Ich sollte mit ihr im folgenden Jahr noch viel zu tun haben.
Derweil fuhr nach Österreich und spielte in der Poker Convention Texas Hold’em und Seven Card Stud. In beiden Turnieren war ich erfolgreich und wurde jeweils Zweiter. 
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